Archiv für die Kategorie „Weine & Winzer“

Im Glas: Jürgen Hofmann Spätburgunder S 2008

Samstag, 28. Januar 2012

Es gibt unkomplizierte Rebsorten, die hart im Nehmen sind. Der Spätburgunder zählt nicht dazu. Er ist ein sensibles Gewächs, das viel Sorgfalt verlangt und hohe Ansprüche an Klima und Boden stellt. Stimmen die Bedingungen, lohnt es diese Traube mit Weinen von besonderer Güte.

Jürgen Hofmanns Spätburgunder gedeiht in den besten Lagen des Familienguts im rheinhessischen Appenheim, einer Gemeinde zwischen Mainz und Bingen. Nach 18 Monaten der Reife im Barrique verbinden sich harmonisch eingebundene Holztöne mit sortentypischen Aromen von Kirsche, Johannisbeere und Mandeln zu einem trockenen Selections-Wein von filigraner Struktur und Finesse bei 13,5 Vol %.

Der S 2008 ist kein Tropfen zum ungezwungenen Wegschlürfen, sondern verlangt nach kulinarischer Begleitung. Zu Truthahn, Fasan und fein gebratenem Wild ist er in seinem Element.

Im Glas: Simply Wine R hoch 8 Riesling 2008

Dienstag, 24. Januar 2012

Ein weltweit einzigartiges Experiment: 8 Rieslinge von 8 deutschen Topwinzern aus 6 Anbaugebieten in einem Wein, der sprichwörtlich alles vereint, was einen Riesling ausmacht. Saftige Aromen von Pfirsich und Aprikose, gepaart mit harmonischer Säure und mittlerweile typischen Reifenoten.
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Montfaucon: Ein Schloss mit drei Ecken

Freitag, 20. Januar 2012

Gegen den Strom schwimmen ist nicht jedermanns Sache. Rodolphe de Pins weiß das nur zu gut. Als junger Winzer beschreitet er neue Wege – und das in einer der traditionsreichsten Regionen Frankreichs, der Provence. Im beschaulichen Montfaucon lebt er seine Vision vom etwas anderen Wein.
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Im Glas: Frank Meiser Rotenfels Riesling 2010

Dienstag, 17. Januar 2012

Nach regnerischen, grauen Tagen endlich wieder Sonne. Rieslingwetter. Wie gemacht für Frank Meisers Spätlese, die schon die Nase verwöhnt mit satten, sortentypischen Aromen von Aprikose und Pfirsich, die Erinnerungen an den Spätsommer wecken und genussvolle Augenblicke an warmen Abenden. Saftig steht er auch im Glas mit harmonisch eingebundener Säure, die für Frische besonders im langanhaltenden Nachklang sorgt.

Dank seines reichen Körpers bei 12,5 Vol. % ist er für einen Riesling nicht unbedingt ein Leichtgewicht und verlangt nach kulinarischer Begleitung. Den Rotenfels bringe ich zu Meeresfrüchten, kräftigem Fisch und Geflügel auf den Tisch.

Im Glas: Les Aphillanthes Mourvèdre 2004

Freitag, 28. Oktober 2011

Im warmen Klima der Provence und des südlichen Rhônetals reift diese Traube und ergibt vollvolumige, alkohol- und tanninreiche Weine. Zumeist wird sie mit den klassischen Sorten des französischen Südens verschnitten, vor allem Syrah, Grenache und Cinsault. Reinsortig ist Mourvèdre eher selten anzutreffen – wobei es an guten Gründen nicht fehlt angesichts dieses Tropfens.

Gut fünf Jahre lag er im Keller und nutzte die Zeit, um sich zu entwickeln. Kaum abgefüllt, ließ er 2006 mit ungestümen Gerbstoffen die Muskeln spielen, begleitet von überbordenden Fruchtaromen und einem strammen Alkohol. Ein halbes Jahrzehnt später befindet sich auf einem sehr guten Weg. Die Tannine sind weich und rund, herrlich umspielt von saftigen Beerenaromen.

Mit fast 15 Vol. % ist der Mourvèdre von Ausnahmewinzer Daniel Boule alles andere als ein Leichtgewicht, derart kunstvoll balanciert aber fügt sich der Alkohol harmonisch ein. Ideal zu dunklem Wild an kühlen Winterabenden. Mein Vater, der heute 77 Jahre alt geworden wäre, hätte seinen Spaß an diesem wunderbaren Tropfen gehabt …

Im Glas: Georg Fogt Spätburgunder Blanc de Noir 2010

Sonntag, 2. Oktober 2011

Goldener Oktober, was für ein Auftakt. Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen waren nicht nur für die Winzer ein Geschenk, sondern für alle, die diesen Sonntag unter freiem Himmel genossen.

Nach einer herrlichen Spazierfahrt durchs Lipperland wusste ich genau, welcher Wein am frühen Abend auf dem Tisch stehen sollte. Schon im Frühsommer war Fogts Blanc de Noir ein willkommener Begleiter, wenn es nicht mehr ganz so heiß war, aber immer noch warm genug, um sich an einem gut gekühlten, frischen Tropfen zu erfreuen. Wunderbar vereint der aus roten Trauben weiß gekelterte Wein die Vorzüge von Rot und Weiß: Körper und fruchtige Aromen, Finesse und Leichtigkeit. In pastellfarbenem Rosa steht er im Glas und lockt am Gaumen mit Kirsch- und Beerennoten und einer wohlbalancierten Säure.

Ich habe ihn heute einfach so getrunken. Doch er passt auch sehr gut zu hellem Fleisch und würzigen Fischgerichten. Selbst dann, wenn der Sommer sich längst verabschiedet hat.

Im Glas: Alexander Gysler Huxelrebe 2009

Mittwoch, 21. September 2011

Der Weiße für den Spätsommer: Huxelrebe 2009 von Alexander Gysler. Trocken ausgebaut, mit fruchtigen Aromen von Mango und Maracuja. Wunderbar.