Spätburgunder ist eine kapriziöse Rebsorte. Sie ist die sensible Königin unter den roten Trauben. Mit Gespür für die Fein- und Eigenheiten der anspruchsvollen Frucht ausgebaut, entstehen aus ihr große Weine mit einzigartigem Aromenspiel.
Mir schmecken Spätburgunder am besten, wenn sie von einem Hauptgericht begleitet werden. Ideal sind Braten mit nicht allzu schweren Saucen sowie Gans, Fasan oder Reh. Dann entfaltet der Spätburgunder seine ganze Pracht und Finesse, schlank und elegant mit Aromen von Kirschen und Erdbeeren und einer dezenten Note von Bittermandeln.
Frank Meisers Roter aus Trauben der Gau-Köngernheimer Lage Hölle gab sich beim Probieren vor wenigen Wochen im März noch etwas verschlossen. Ein halbes Jahr der Ruhe noch, dann dürfte auch er soweit sein und seine Klasse im Glas zeigen. Weswegen ich mich schon einmal auf den Herbst mit einem passenden Gericht vorfreue …