Im warmen Klima der Provence und des südlichen Rhônetals reift diese Traube und ergibt vollvolumige, alkohol- und tanninreiche Weine. Zumeist wird sie mit den klassischen Sorten des französischen Südens verschnitten, vor allem Syrah, Grenache und Cinsault. Reinsortig ist Mourvèdre eher selten anzutreffen – wobei es an guten Gründen nicht fehlt angesichts dieses Tropfens.
Gut fünf Jahre lag er im Keller und nutzte die Zeit, um sich zu entwickeln. Kaum abgefüllt, ließ er 2006 mit ungestümen Gerbstoffen die Muskeln spielen, begleitet von überbordenden Fruchtaromen und einem strammen Alkohol. Ein halbes Jahrzehnt später befindet sich auf einem sehr guten Weg. Die Tannine sind weich und rund, herrlich umspielt von saftigen Beerenaromen.
Mit fast 15 Vol. % ist der Mourvèdre von Ausnahmewinzer Daniel Boule alles andere als ein Leichtgewicht, derart kunstvoll balanciert aber fügt sich der Alkohol harmonisch ein. Ideal zu dunklem Wild an kühlen Winterabenden. Mein Vater, der heute 77 Jahre alt geworden wäre, hätte seinen Spaß an diesem wunderbaren Tropfen gehabt …