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	<title>Schröder &#38; Hirschbiegel</title>
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	<description>Mediengestaltung &#124; Text</description>
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		<title>Telekom: Mindestens &#8216;ne Eins</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 17:47:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>th</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirschbiegel für stern.de]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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		<description><![CDATA[Ist er jetzt drin? Es gibt Momente, in denen die Antwort ganz einfach ist. Anders sieht das aus, wenn man mit Hilfe der Telekom ins Netz will.

Via Web lässt sich alles erledigen, wenn man einen neuen Telefonanschluss inklusive DSL für Surfen in Lichtgeschwindigkeit haben will. Dazu muss man nur ein paar Minuten auf Onlineformularen herumklicken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ist er jetzt drin? Es gibt Momente, in denen die Antwort ganz einfach ist. Anders sieht das aus, wenn man mit Hilfe der Telekom ins Netz will.</strong><br />
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Via Web lässt sich alles erledigen, wenn man einen neuen Telefonanschluss inklusive DSL für Surfen in Lichtgeschwindigkeit haben will. Dazu muss man nur ein paar Minuten auf Onlineformularen herumklicken und sich derweil von Werbekanonaden rund um Super-, Sonder- und Extratarife nicht aus der Fassung bringen lassen. Das geht. Sagen die, die das geschafft haben.</p>
<p>Es gibt aber auch Zeitgenossen, die dem Internet nach wie vor nicht trauen und lieber mit einem lebendigen Kundenberater sprechen. So machte das ein gewisser Herr, der für seine Skepsis gegenüber maschinengestützter Sachbearbeitung weithin bekannt war. Den Computer nutzte er, um sich auf den Telekomseiten zur kostenlosen Servicerufnummer durchzuklicken, dann klickte er noch auf den Link zum Supersonderangebot seiner Wahl und griff zum Telefonhörer.</p>
<p>Eine freundliche Säuselstimme fragte, was sie für ihn tun könne. Der Herr kam ohne Umschweife zum Grund seines Anrufs: Telefon, Internet und eine neue Rufnummer. Telefon und Rufnummer seien kein Problem, säuselte es. Das mit DSL aber müsse geprüft werden, ob es das dort gebe. Gut, sagte der Herr, teilte seine Stammdaten mit und freute sich auf den Anruf der Säuselstimme, die gesagt hatte, dass sie ihn anrufen werde, sobald das geklärt sei.</p>
<p>Und so zogen die Tage ins Land und der Herr wartete. Und wartete. Und wartete.</p>
<p>Als auch am fünften Tag kein der Säuselstimme vorausgehendes Klingeln sein Telefon vorfreudig erzittern ließ, griff er neuerlich zum Hörer und wählte die bekannte Nummer. Die Säuselstimme von einst war nicht mehr, stattdessen lauschte er nun einer neuen Säuselstimme, die freundlich fragte, was sie für ihn tun könne. Der Herr berichtete, was bereits geschehen war, und die Säuselstimme am anderen Ende machte sich auf die Suche nach dem Auftrag. Sie fand ihn, von DSL keine Spur.</p>
<p>Der Herr sagte erneut, was er wollte, und die Säuselstimme war nicht nur willens, sondern gab an, auch in der Lage zu sein. Und so prüfte sie, ob es DSL dort gab. Mit Erfolg. Eine bessere Gelegenheit würde sich wohl kaum ergeben, und so bestellte der Herr sogleich DSL zum zweiten Mal. Jetzt aber aktenkundig.</p>
<p>Nach dem Auflegen des Hörers fiel dem Herrn jedoch noch eine wichtige Frage ein. Und so wählte er erneut die Rufnummer, wurde mit der dritten Säuselstimme verbunden und fragte. Säuselstimme Eins war vergesslich und Säuselstimme Zwei fleißig. Säuselstimme Drei aber hatte überhaupt keine Lust oder keine Ahnung oder beides zusammen, suchte erst eine Antwort, schwieg den Herrn dann ausdauernd an und drückte ihn schließlich aus der Leitung.</p>
<p>Dann meldete sich die automatische Kundenzufriedenheitsabfrage, um eine Schulnote für den soeben erhaltenen Service zu bekommen. Eins, rief der Herr. Doch er wusste nicht, ob er nun lachen oder weinen sollte.</p>
<p>Im Web wäre ihm das nicht passiert. Jedenfalls nicht so.</p>
<p><em>Thomas Hirschbiegel</em><br />
<em>(Original veröffentlicht auf <a href="http://www.stern.de/digital/online/neulich-im-netz/kolumne-neulich-im-netz-telekom-mindestens-ne-eins-546624.html?eid=536026">stern.de</a>)</em></p>
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		<title>Alle zusammen: Sex statt putzen</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 08:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>th</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirschbiegel für stern.de]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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		<description><![CDATA[Männer, mal herhören. Julia tut euch brauchen. Und zwar 1.000 Stück.

Julia ist zu blöd für Orthographie. Macht aber nichts. Denn sie hat ganz andere Qualitäten. Davon will sie jetzt die Welt überzeugen. Und das geht so: &#8220;Hallo, ich suche 1000 Männer die mich einer nach dem anderen hernehmen. Es soll einen Rekordversuch werden. wenn Du [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Männer, mal herhören. Julia tut euch brauchen. Und zwar 1.000 Stück.</strong><br />
<span id="more-18"></span><br />
Julia ist zu blöd für Orthographie. Macht aber nichts. Denn sie hat ganz andere Qualitäten. Davon will sie jetzt die Welt überzeugen. Und das geht so: &#8220;Hallo, ich suche 1000 Männer die mich einer nach dem anderen hernehmen. Es soll einen Rekordversuch werden. wenn Du teilnehmen willst sende eine Mail an julia1000@alle-zusammen.de.&#8221; Allein für diese Adresse gebührt Julia Anerkennung. Was hiermit geschehen ist.</p>
<p>So subtil wie bei Frau Nimmersatt ist man jedoch nicht allerorten. &#8220;Jetzt klicken&#8221; und noch heute Geschlechtsverkehr, reimt Chrissi in ihrer grünen Müllmail. Das sieht nicht schön aus, wird aber trotzdem kopiert. Und zwar von Yvonne und Angie und noch einer Handvoll bulgarischer Programmierer, die sich gern Mädchennamen geben und bevorzugt Gratisprogramme für preisintensives Telefonieren auf fremden Computern platzieren.</p>
<p>Birgit von chefmail.de lässt ebenfalls nichts anbrennen und bietet allen Postempfängern &#8220;sofort realen Sex ohne blödes Gelaber&#8221;. Denn: &#8220;Wir haben sie alle: Gelangweilte Hausfrauen, gestresste Geschäftsfrauen, vernachlässigte Ehefrauen&#8221; und so weiter, die alle nur das eine wollen, nämlich &#8220;das gleiche wie Du&#8221;. Für Frauen, schreibt Birgit, ist das Ganze selbstverständlich kostenlos. Warum soll es im Web auch anders zugehen als in jeder anständigen Disco?</p>
<p>Iris hat es sauber zu Hause, jetzt will sie mehr. Ihr Motto: &#8220;Sex statt putzen&#8221;. Eventuell auch beides. Dass das alles mit rechten Dingen zugeht, erklärt Iris unverzüglich nach dem Hinweis auf viele tolle Bildchen und stapelweise Videos: &#8220;Dies ist keine Massenwerbung oder gar SPAM, sondern eine ernsthafte und gezielte Anfrage! Denn wir gehen bisher davon aus, dass Sie an Informationen etc. interessiert sind.&#8221; Selbstverständlich, liebe Iris, vielen Dank.</p>
<p>Wer den ganzen Tag mit nichts als Vögeln beobachten beschäftigt ist, braucht viel Geld. Das gibt es bei den Knalltüten vom Eurotransfer-Team mit &#8220;unser Sonderangebot ist an allen , die neue Klienten gewinnen möchten, schnell und preisgünstig den Kundenkreis erweitern sowie erfolgreiche Werbeaktionen durchführen wollen, gerichtet !!!&#8221; Also schnell eine Firma gründen und &#8220;innerhalb von wenigen Stunden hunderttausende von Empfängern mit Ihrem Angebot bekanntmachen!&#8221;</p>
<p>Christopher Robin hat Puuh, dem Bären, alles erklärt, was zu tun ist, wenn Fremde vor der Tür stehen. Fast jedenfalls. E-Mail und Internet hat er vergessen. Ob Puuh Birgit oder Iris auf den Leim gehen würde?</p>
<p><em>Thomas Hirschbiegel</em><br />
<em>(Original veröffentlicht auf <a href="http://www.stern.de/digital/online/neulich-im-netz/kolumne-neulich-im-netz-alle-zusammen-sex-statt-putzen-542939.html?eid=536026">stern.de</a>)</em></p>
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		<title>Nachgefragt: Wer kennt Wendell Engstrom?</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 13:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>th</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rajani hat mal wieder geschrieben. Es könnte aber auch Phil oder Erika gewesen sein oder Hugo, der rülpsende Müllcontainer. Egal, denn diesmal gibt es Geschenke.

Warum Rajani mich jedoch Wendell nennt, ist mir nicht ganz klar. Er kennt doch meine E-Mail-Adresse, und da steht doch der Name drin. Und wenn er sich vertippt hat? Dann müsste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rajani hat mal wieder geschrieben. Es könnte aber auch Phil oder Erika gewesen sein oder Hugo, der rülpsende Müllcontainer. Egal, denn diesmal gibt es Geschenke.</strong><br />
<span id="more-17"></span><br />
Warum Rajani mich jedoch Wendell nennt, ist mir nicht ganz klar. Er kennt doch meine E-Mail-Adresse, und da steht doch der Name drin. Und wenn er sich vertippt hat? Dann müsste er ganz schön dämlich sein, um so viele Fehler hinein zu hauen, dass aus meinem Namen ein Engstrom wird. Allerdings gebe ich zu, dass mein nicht ganz alltäglicher Name auch zum Falschschreiben einlädt. Aber Engstrom ist dabei noch nie herausgekommen.</p>
<p>Nun denn, als Wendell Engstrom soll ich irgendeine außerordentlich gelungene Website besuchen, auf der sich ein Geschenk für mich befindet. Zumindest aber ein Geschenk für jemanden, der es als Wendell Engstrom in Empfang nimmt. Kein Problem. Einmal angeklopft. Hallo, ich bin&#8217;s, der Wendell. Her mit dem Geschenk.</p>
<p>Das Geschenk soll übrigens eines sein, auf das ich mich schon ganz lange freue. Und eine kühle Überraschung ist auch dabei, weil das alles so wundervoll sein soll, weswegen ich mir auch noch aussuchen darf, auf was ich mich schon seit langem gefreut habe. </p>
<p>Was aber, wenn der wahre Wendell eine Stunde später auf derselben Website vorbeischaut, sein Geschenk verlangt und erfährt, dass er schon da war. Und zwar als ich unter anderem Namen, nämlich seinem. Da würde er nicht schlecht staunen. Und mit Rajani, Phil oder Erika wohl ein ernstes Wörtchen reden müssen.</p>
<p>Was die dazu wohl sagen würden?</p>
<p><em>Thomas Hirschbiegel</em><br />
<em>(Original veröffentlicht auf <a href="http://www.stern.de/digital/online/neulich-im-netz/kolumne-neulich-im-netz-nachgefragt-wer-kennt-wendell-engstrom-549651.html?eid=536026">stern.de</a>)</em></p>
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		<title>1A: Nur top, wo doof</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 16:32:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>th</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erwin ist Vertreter. Er verkauft Fenster. Ein sagenhaftes Geschäft, sagt er und wedelt mit dem Schlüssel seines Leasingcabrios. Am Wochenende geht es wieder nach Sölden, zum Halligalli mit Schampus bis zum Abwinken.

Stehvermögen ist wichtig für Erwin. Denn manchmal muss er seine Kunden erst unter den Tisch trinken, bis sie endlich den Kaufvertrag unterschreiben. Dann sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erwin ist Vertreter. Er verkauft Fenster. Ein sagenhaftes Geschäft, sagt er und wedelt mit dem Schlüssel seines Leasingcabrios. Am Wochenende geht es wieder nach Sölden, zum Halligalli mit Schampus bis zum Abwinken.</strong><br />
<span id="more-16"></span><br />
Stehvermögen ist wichtig für Erwin. Denn manchmal muss er seine Kunden erst unter den Tisch trinken, bis sie endlich den Kaufvertrag unterschreiben. Dann sind sie mitunter so voll, dass sie auf der eigenen Wohnzimmercouch mit einem Modell des Fensters sitzen, da mit glasigem Lächeln durchgucken und sich dabei von Erwin fotografieren lassen. Erwin platzt fast vor Lachen, wenn er solche Geschichten zum Besten gibt.</p>
<p>Ob das mit dem Auftrag so seine Richtigkeit hat und ob auch sonst alles stimmt, ist Erwin scheißegal. Hauptsache, er hat seine Provision in der Tasche. Und ab zum Nächsten. So läuft es eben in der Branche. Und tu ich’s nicht, sagt Erwin, tut es eben ein anderer. Schampus, Lokalrunde. Als die Mauer fiel, da war es der Wahnsinn. Lauter Ossis, die keine Ahnung von irgendetwas hatten. Und Erwin mittendrin, an manchen Tagen mit zehn Riesen in der Tasche. Netto. Heute ist es nicht mehr ganz so easy, sagt Erwin. Gut, dass wenigstens die Russlanddeutschen bauen wie verrückt und Fenster brauchen. Und Verträge nicht ganz so gut verstehen. Aber bezahlen, sagt Erwin, dreht den Handrücken zum Mund und rülpst mehr oder weniger dezent in seinen goldprotzenden Chronometer. </p>
<p>Beratung, sagt Erwin, gibt’s bei ihm nicht. Entweder Unterschrift oder eben nicht. Fast wie im Web, denn dort genießt Beratung einen ähnlichen Stellenwert. Finanzdienstleister lassen angeblich jede dritte Kundenanfrage unbeantwortet. Und falls doch, sei die die Qualität der E-Mail-Antworten oftmals unter aller Sau. Aber wo sollen sie es auch gelernt haben, die Männer und Frauen von der Bank? Seit Pisa weiß man auch hierzulande, dass Deutschland nur top, wo doof.</p>
<p>Erwin könnte jederzeit bei einer Bank arbeiten, würde er sich das Berülpsen des Chronometers für die Zeit nach Feierabend aufsparen. Für eins, zwei oder mehrere Versicherungen war er tätig. Früher. Als &#8220;freier Handelsvertreter&#8221;. War auch nicht schlecht, sagt Erwin, Versicherungen verkloppt an die ganze Familie und Bekannte. Freunde nicht. Die gibt es nämlich nicht für einen wie Erwin. Lokalrunde.</p>
<p><em>Thomas Hirschbiegel</em><br />
<em>(Original veröffentlicht auf <a href="http://www.stern.de/digital/online/neulich-im-netz/kolumne-neulich-im-netz-eins-a-nur-top-wo-doof-549054.html?eid=536026">stern.de</a>)</em></p>
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		<title>Die Welt: Ein Parkplatz</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 20:46:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>th</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vastu ist indisch und heißt so viel wie &#8220;schöner wohnen&#8221;. Vastu ist aber auch ein belgischer Superheld in einem knallgelben Kostüm auf einer fliegenden Vespa. Und sein Lieblingshund heißt Lassi und schmeckt je nach Bestellung nach Mango oder Papaya.

Wohlsein. Vastu ist Feng Shui ohne chinesisch, meint aber prinzipiell dasselbe. Stell Schränke dahin, wo du sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vastu ist indisch und heißt so viel wie &#8220;schöner wohnen&#8221;. Vastu ist aber auch ein belgischer Superheld in einem knallgelben Kostüm auf einer fliegenden Vespa. Und sein Lieblingshund heißt Lassi und schmeckt je nach Bestellung nach Mango oder Papaya.</strong><br />
<span id="more-15"></span><br />
Wohlsein. Vastu ist Feng Shui ohne chinesisch, meint aber prinzipiell dasselbe. Stell Schränke dahin, wo du sie brauchst, und mach das selbe mit dem Bett. Bett in der Gästetoilette: Das bringt schlechte Energien und hindert den Drachen am akkuraten durch die Wohnung segeln. Und wer seinen Müll im Nordwesten statt im Südosten parkt oder umgekehrt, muss Donnerstagmittags hungern, damit die Energie nicht hinten raus flutscht.</p>
<p>Im Internet existieren unzählige Angebote mit Informationen so oder so ähnlich, die als ganzheitliche Heilsbringer aus dem Osten auf den Westen schimpfen. Und dabei nichts anderes als Staubsauger mit Wasserfilter verkaufen. Esoterisch verbrämter Budenzauber, bei dem anschließend die Saugerkugel randvoll mit staubgeschwängertem Brackwasser ist. Weswegen jeder vernünftige Erdenbürger vor allem eines bleiben sollte, nämlich gesund, um weder der einen noch der anderen Fraktion in die Hände zu fallen.</p>
<p>Aktive Lebenshilfe ist selten, lässt sich aber dennoch finden im weltweiten Web. Autofahren ist für viele Menschen ja eine rechte Geisel, weil der Kordhut beim Bremsen das Blickfeld so einengt und Angstschweiß nur unzureichend im Zaum hält. Besonders, wenn es wirklich ans Limit geht: Beim <a href="http://www.dubster.com">Einparken</a>. Eine Spielwiese für Schicksale jenseits vordergründiger Häme. Echte Männer, den Tränen nahe, weil sie ihr kleines Dingsda nicht in die riesige Lücke bringen. Aber auch Frauen, die weder von Größe noch Länge einen Schimmer haben und Werkstätten so erst ihre Existenzberechtigung geben. Umso wichtiger jene Seite, die aktive Hilfe leistet. Ja, man möchte fast sagen pro-aktive Hilfe, wäre das Wort nicht so außerirdisch sinnfrei, weswegen man seinem Schöpfer nur Niederträchtiges, vor allem aber eine bestandene Gesellenprüfung als Bankkaufmannsgesell an einem maroden Finanzplatz wünschen mag.</p>
<p>Hier überrascht es nicht sonderlich, dass sämtliche Teilnehmer kapiert haben, um was es geht. Nur der Italiener nicht. War es in Jim Jarmuschs &#8220;Down By Law&#8221; noch Roberto Begnini und Roberto Begnini in Roberto Begninis &#8220;Il Piccolo diavolo&#8221;, so ist es hier nun Giulio aus Mailand, der nur die Hälfte versteht und das mit den <a href="http:// www.dubster.com">Autos</a> nicht so ganz auf die Reihe bekommt. Sieht trotzdem gut aus und regt obendrein zum Nachdenken an. Oder auch nicht. Egal, Hauptsache der Italiener an und für sich verliert nie sein Faible für fantasievolle Pasta. Da isst, ist (und bleibt) er dem Bundesbürger einfach voraus. Mehlschmorschwitze hin oder her.</p>
<p>Aber wer hat denn überhaupt noch Zeit für aufwändige Bratengerichte? Oder will diese noch haben oder opfern? Heutzutage muss ja alles convenient sein. Tüte aufreißen, Zeugs reinschütten oder heiß machen, Tablette gegen vorzeitiges Erbrechen, und irgendwie wird es schon im Magen bleiben. Notfalls eine von diesen asiatischen Vitaminkapseln geschluckt. Schmecken fies, sind dafür aber wenigstens sündhaft teuer und geben ein gesundes Gefühl. Und wer sie regelmäßig kauft, kommt in den Feng-Shui-Himmel.</p>
<p><em>Thomas Hirschbiegel</em><br />
<em>(Original veröffentlicht auf <a href="http://www.stern.de/digital/online/neulich-im-netz/kolumne-neulich-im-netz-die-welt-ein-parkplatz-548331.html?eid=536026">stern.de</a>)</em></p>
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		<title>Dip-di-dip: Danke Dänenimport Dorthe</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 15:37:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>th</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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		<description><![CDATA[Alliterationen sind derzeit nicht schick, schrieb kürzlich ein weit gereister Kolumnist. Sie seien Relikt einer vergangenen Zeit. Was so oder so ähnlich auch auf Dorthe zutrifft.

Denn Dorthe war hip, als hierzulande die Farbbilder laufen lernten. Das Farbfernsehen wurde übrigens seinerzeit über einen großen Plastikknopf angeschaltet. Dazu stellte sich der Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alliterationen sind derzeit nicht schick, schrieb kürzlich ein weit gereister Kolumnist. Sie seien Relikt einer vergangenen Zeit. Was so oder so ähnlich auch auf Dorthe zutrifft.</strong><br />
<span id="more-12"></span><br />
Denn Dorthe war hip, als hierzulande die Farbbilder laufen lernten. Das Farbfernsehen wurde übrigens seinerzeit über einen großen Plastikknopf angeschaltet. Dazu stellte sich der Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens in einer Fernsehshow in die Mitte und drückte auf den Knopf. Schwarzweiß gab es ab da nur noch auf Arte. Zurück zu Dorthe, die auf dem Höhepunkt des Dänenbooms über die Grenze gespült wurde und hier mit Gitte und Vivi Bach auf Deutsch mit &#8220;dänisse Agsent&#8221; machte.</p>
<p>Damit hatten sie Erfolg. Dorthe und Gitte verkauften Schellack- und Schallplatten, und Vivi Bach heiratete Tausendsassa Dietmar Schönherr, der nicht nur das Raumschiff Orion auf Kurs hielt, sondern auch die deutsche Samstagabendshow. Dort moderierte er eine Sendung mit Vivi Bach, die so langweilig war, dass man sich alle zehn Minuten auf die Beine hauen musste, damit sie nicht einschliefen, und ins Gesicht auch. Weswegen die Sendung immer wieder für Gesprächsstoff sorgte. Berühmt bis zum heutigen Tag ist sie wegen einer Modenschau, bei der ein Fräulein ein durchsichtiges Oberteil trug und nichts darunter.</p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt war Dorthe bereits mit Rene Kollo liiert. Er war kein Däne, sondern ein anerkannter Opernsänger, der ähnlich wie die drei Tenöre keine Kamera ausließ, um hinein zu singen. Was so oder so ähnlich auch für Franz Beckenbauer gilt, dem man an manchen Abenden auch nicht entgehen kann, weil er aus jeder zweiten Werbung herausschaut und in allen Shows herumsitzt, wenn er denn nicht gerade ein Länderspiel mitkommentiert oder bei der Weltmeisterschaftsgala Bälle in den Hallenhimmel schießt.</p>
<p>Berti Vogts, der Franz Beckenbauer als Trainer der Nationalmannschaft ablöste, verpasste seinen ersten Titel übrigens ausgerechnet gegen die Dänen. Die gewannen nämlich das Europameisterschaftsfinale, was eine Ungeheuerlichkeit sondergleichen war, da sie als Nachrücker für die kurzfristig vom Turnier ausgeschlossenen Jugoslawen nicht einmal ordentlich trainiert hatten, dann eben ein bisschen mitspielten und zur Überraschung aller überhaupt nicht mehr damit aufhörten.</p>
<p>Kaum weniger überraschend, als Dorthe einige Jahre zuvor einen großen Erfolg feierte mit dem Schlager &#8220;Dip-di-dip&#8221;. Er begann folgendermaßen: &#8220;Er kam auf eine Party mit &#8216;ner anderen an, di dip di dididididipdidip. Und er hat mir gefallen wie kein andrer Mann, di dip di didi didi dip di dip.&#8221;</p>
<p>So sang man damals, heute würde man das wohl anders singen. Und Alliterationen würden wahrscheinlich nur aus Versehen in den Text rutschen.</p>
<p><em>Thomas Hirschbiegel</em><br />
<em>(Original veröffentlicht auf <a href="http://www.stern.de/digital/online/neulich-im-netz/kolumne-neulich-im-netz-dip-di-dip-danke-daenenimport-dorthe-555852.html?eid=536026">stern.de</a>)</em></p>
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		<title>2010!</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 11:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>th</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hauspost]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon jetzt ist es zu spüren: dieses Jahr wird ein aufregendes – und das nicht nur wegen des Jahrhundertschnees, den die Meteorologen für den Januar voraussagen! Wir freuen uns auf spannende Zeiten mit neuen Projekten.
Zugleich blicke ich zurück auf eine ebenso lange wie bewegte Zeit als H der H&#38;A medien gmbh, die zum Jahreswechsel endete. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schon jetzt ist es zu spüren: dieses Jahr wird ein aufregendes – und das nicht nur wegen des Jahrhundertschnees, den die Meteorologen für den Januar voraussagen! Wir freuen uns auf spannende Zeiten mit neuen Projekten.</strong></p>
<p>Zugleich blicke ich zurück auf eine ebenso lange wie bewegte Zeit als H der H&amp;A medien gmbh, die zum Jahreswechsel endete. Nach zwölf Jahren trennen sich die Wege von mir und <a href="http://www.guidoaugustin.com">Guido Augustin</a>, der ein großartiger Kompagnon war und ein Freund bleibt. </p>
<p>Mit mir zu Schröder &amp; Hirschbiegel zieht mein &#8220;Baby&#8221;, der Redaktionsdienst <a href="http://ecada.de">ecada</a> (1999 als XXL-News aus der Taufe gehoben), von dessen Qualität sich AOL, Yahoo!, Tiscali, stern.de, Swisscom/Bluewin, führende deutsche Tageszeitungen wie Berliner Zeitung und Hamburger Abendblatt sowie weitere Print- und Online-Titel der deutschsprachigen Medienlandschaft überzeugt haben. </p>
<p>Spannende Zeiten, garantiert!</p>
<p>Mit herzlichen Grüßen<br />
Thomas Hirschbiegel</p>
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